Walsum gehörte zur Landbürgermeisterei Dinslaken. Der Bürgermeister saß in Dinslaken, Walsum hatte jedoch einen eigenen Rat mit einem Gemeindevorsteher als Vorsitzendem. Seit 1894 bemühte man sich um eine eigene Verwaltung für Walsum. Am 1.April 1905 wurde Walsum dann selbständige Gemeinde mit über 5000 Einwohnern, erster Bürgermeister wurde Johannes Hoeveler.
1912 wurde Walsum an die Eisenbahn angeschlossen, der Walsumer Bahnhof gehörte zur Bahnlinie Oberhausen – Hamborn – Walsum – Wesel. 1913 wurde die Kohlenförderung in Wehofen aufgenommen und die Siedlung Wehofen gebaut, 1921 entstand die Siedlung Vierlinden, 1932 die „Weiße Siedlung“ in Overbruch. Das alte Dorf war nicht mehr Kern, sondern eine stille Oase am Rande der Industriegemeinde.
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Ehemaliger Walsumer Bahnhof |
Kraftwerk |
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Einfahrt des Bergwerks |
Bergwerk Walsum |
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Im 2. Weltkrieg wurde die Industrie stark getroffen. Zahlreiche Werksanlagen waren betriebsunfähig oder zerstört. Auch die Wohnbebauung war zu großen Teilen vernichtet. Vor allem nach der Währungsreform setzte eine stürmische Entwicklung in der Industrie, aber auch im Siedlungsbau ein. 1958 erhielt Walsum mit 43.500 Einwohnern Stadtrechte. Durch die kommunalen Neugliederung 1975 wurde der Kreis Dinslaken aufgelöst und Walsum gehört seitdem als nördlichste Stadtteil zur Stadt Duisburg.
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(c) 2006 Heinz Pischke, Duisburg